Triathlon Saison-Rückblick 2021

Eine aufregende, erfolgreiche und verletzungsfreie Saison liegt nun hinter mir. Sie war lang und anstrengend, auch weil letztlich doch mehr Rennen stattfinden konnten, als ich zu Beginn des Jahres noch vermutet hatte. Triathlon ist nach einem Jahr Wettkampfpause definitiv wieder zurück! Und darüber bin ich unendlich froh.

06. Oktober 2021

Aber der Reihe nach:

Meine Wettkampfsaison begann relativ spontan beim Challenge St. Pölten Mitte Mai. Als es immer wahrscheinlicher wurde, dass dieses Rennen tatsächlich stattfindet, habe ich mich sofort angemeldet. Das Rennen war perfekt organisiert und an Sicherheit für die Sportler und Supporter kaum zu übertreffen. An diesem Wochenende wurde mir klar, dass Triathlon Veranstaltungen auch in Zeiten von Corona durchführbar sind und darüber war ich verdammt froh. Endlich konnte ich zeigen, woran ich die letzten Monate mit KickAss Sports gearbeitet habe.  

Beflügelt von der Euphorie endlich wieder zu racen, konnte ich ein super Rennen abliefern. Meinen ausführlichen Rennbericht findet ihr übrigens hier. Meine Halbmarathon Bestzeit habe ich dabei um mehrere Minuten verbessert und das zeigte mir schon zu Beginn der Saison, dass sich die Arbeit mit den KickAss Coaches auf jeden Fall bezahlt macht. Mein gutes Abschneiden machte Lust auf mehr und ich meldete mich erneut recht kurzfristig für den Challenge Walchsee-Kaiserwinkel an. 

Ich war hier schon einige Male in der Staffel am Start und bestritt hier auch meine erste Mitteldistanz im Jahr 2018. Wer noch nicht dort war, dem sei dieses Rennen besonders ans Herz gelegt. Schwimmen im glasklaren Walchsee, umgeben vom mächtigen Kaisergebirge. Radfahren auf einer sehr hügeligen Radstrecke mit vielen kleinen und kurvigen Straßen. Der Halbmarathon führt viermal um den Walchsee, ebenfalls leicht bergig, aber immer mit vielen Zuschauern an der Strecke und all das in einer malerischen Landschaft. Bei diesem Rennen konnte ich meine erste Podestplatzierung für dieses Jahr einfahren. Es läuft!

Bevor bereits die nächsten Wettkämpfe vor der Tür standen, habe ich eine Woche in St. Moritz verbracht. In erster Linie als Urlaub, aber auch um noch mal ein paar Kilometer für die zweite Saisonhälfte zu sammeln. Als Nächstes stand nämlich mein Heimrennen beim Rothsee-Triathlon an. Trotz deutlicher Verbesserung zu meiner Leistung im Jahr 2019 musste ich mich zum zweiten Mal in Folge mit dem vierten Platze begnügen. Halb so wild, denn die Freude über eine Steigerung in allen drei Disziplinen überwog und ich konnte mir erneut den Titel erkämpfen, den es wohl nur in der Triathlon-verrückten Region rund um Roth gibt – nämlich: Landkreis schnellste 😊

KickAss Sports, Allgäu Triahtlon, Fia Ramsauer, James Mitchell

Einen Höhepunkt jagte das nächste.  Der Allgäu Triathlon. Legendär. Brutal hart.

Ich kannte viele Erzählungen und Geschichten rund um den Allgäu Triathlon und doch überwog mein jugendlicher Leichtsinn und ich dachte mir: „Wie hart kann das schon werden, das ist ein Triathlon wie jeder andere auch“. Falsch gedacht. Ich hatte die Strecke des Allgäu Triathlons massiv unterschätzt. Bereits beim Radfahren musste ich wegen der steilen Anstiege einige Körner lassen und dann folgte noch diese hügelige Laufstrecke mit dem berühmt berüchtigten Kuhsteig. Im Ziel war ich so ausgepowert, dass ich mich erst gar nicht richtig über meinen vierten Platz im gesamten Damenfeld freuen konnte. Spätestens nach einem Teller Käsespätzle und einer ordentlichen Portion Kaiserschmarrn war ich aber überglücklich und auch mächtig stolz auf meine Leistung. Ich konnte zudem meine Altersklasse gewinnen und eine der begehrten Kuhglocken mit nach Hause nehmen.

 

© James Mitchell für Castelli

Zwei Wochen später folgte der Challenge Roth. Da ich aus dem Landkreis Roth komme, ist es gewissermaßen selbstverständlich, dass man bei diesem Mega Event dabei ist. Egal, ob als Einzelstarter, Staffel oder Helfer. Ich ging wie auch bei der letzten Austragung wieder mit meiner Familienstaffel an den Start und das Ziel war klar definiert. Nach dem zweiten Platz 2019 wollten wir dieses Jahr den Sieg holen. Meine Cousine (Schwimmerin) und meine Mum (Läuferin) lieferten klasse Zeiten ab, und auch ich konnte mit einem 35,8 km/h Schnitt eine starke Radzeit aufstellen. Am Ende reichte es tatsächlich für den lang ersehnten Sieg.

Last but not least

Eigentlich stände nur eine Woche nach dem Challenge Roth (ja, es heißt DER Challenge 😊 ) meine vierte und letzte Mitteldistanz an – nämlich beim Triathlon Ingolstadt. Nach Rücksprache mit meinem Coach habe ich aber entschieden, mich auf die Olympische Distanz umzumelden. Meine Beine waren noch zu schwer von der langen und harten Radfahrt und ich war extrem müde. Glücklicherweise hat das mit der Ummeldung am Tag vor dem Rennen noch geklappt und ich konnte auf der kürzeren Distanz starten. Schöner hätte ich mir meinen Saisonabschluss nicht vorstellen können. Ich gewann in der Damenkonkurrenz und ich konnte mich im Ziel ordentlich feiern lassen – Bierdusche inklusive 😊. Eine tolle erste Saison als Teil der KickAss Squad.

Off Season is calling

Off Season – ein Begriff, der in der Triathlon-Welt weitverbreitet ist. Aber was bedeutet Off Season für dich? Bei mir heißt es einfach mal nichts tun, was mit Sport und Triathlon zu tun hat. Und das für mindestens zwei Wochen – besser noch drei Wochen. Abschalten, Akkus aufladen, gesunde Ernährung schleifen lassen, Freunde treffen, shoppen gehen, lange schlafen. All die Sachen, die während der Trainings- und Wettkampfphase manchmal zu kurz kommen. Nach zwei oder drei Wochen kommt dann wieder richtig Lust auf Training auf. 

In diesem Sinne,

viel Spaß beim Relaxen und bis bald

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