Triathlon – Endlich wieder Raceday

Hallo liebe KickAss Freunde, Dani und Fia hier. Wir melden uns heute mal gemeinsam bei euch, um euch von unseren ersten Rennen der Saison zu erzählen. Wir beide standen in den vergangenen Wochen nämlich gleich zweimal zusammen an der Startlinie eines Triathlon. Wie es uns nach einer ziemlich langen Wettkampfpause erging, lest ihr in unserem Racereport.

07. Juli 2021

Start bei der Challenge St. Pölten

St. Pölten, 06:30 Uhr, 8 Grad Außentemperatur, 16 Grad Wassertemperatur. Nervosität, Anspannung aber auch ziemlich viel Vorfreude liegen in der Luft. Gleich fällt der Startschuss  zum ersten Triathlon der neuen Saison, zwar unter strengen Corona Auflagen, aber das ist uns beiden ziemlich egal. Hauptsache wir dürfen wieder racen. 

Das Einschwimmen vor dem Start ist nicht erlaubt und so versuchen wir uns mit Trockenübungen und lockerem Joggen warm zu machen. Um das Teilnehmerfeld zu entzerren wird mit einem Rolling Start in den See gesprungen. Dani und ich positionieren uns ziemlich weit vorne, um möglichst wenige Teilnehmer überholen zu müssen. Das Besondere an der Schwimmstrecke in St. Pölten ist auf jeden Fall der ca. 200 m lange Landgang zwischen den beiden Seen, in denen geschwommen wird. Ich komme nach 33:41 Minuten aus dem eiskalten Wasser, Dani folgt mir nach 36:15 Minuten in die Wechselzone.

KickAss Women, Challenge St. Pölten, Triathlon

Dani

KickAss Women, Challenge St. Pölten, Triathlon

Fia    © Niko Malleczek

Um auf dem Rad nicht völlig auszukühlen, haben wir uns beide dazu entschieden noch eine Schicht über den Einteiler zu ziehen. Auf dem Rad fand ich aufgrund der Kälte leider nicht meinen gewohnten Rhythmus und musste die Wattzahlen, die mir KickAss Sports Coach Flo vorgegeben hatte, etwas reduzieren. Dani hingegen macht auf dem Zeitfahrrad richtig Dampf und sammelte eine Konkurrentin nach der anderen ein. Einschließlich meiner Wenigkeit. Beim Überholvorgang schrie sie mir noch ein aufmunterndes „Auf Geht’s Fia“ zu und weg war die kleine, schnelle Münchnerin. Doch das sollte nicht unsere letzte Begegnung in diesem Rennen bleiben. Auf dem letzten Drittel der Radstrecke musste Dani nämlich eine bittere fünfminütige Zeitstrafe absitzen und ich fuhr wieder an ihr vorbei. Den Frust über die Zeit im Penalty Zelt schüttelte sie schnell ab und flog Richtung Wechselzone. Nach 2:38:53 stellte sie ihr Rad ab. Mit meiner Zeit von 2:41:11 bin ich unter diesen Witterungsbedingungen auch zufrieden, weiß aber auch, dass eigentlich noch mehr in mir steckt.

Aber erst mal geht es weiter mit dem Halbmarathon. Die Strecke ist schnell und das Wetter bei mittlerweile 18 Grad – zum Laufen geradezu perfekt. Auf Platz 1 liegend startete Dani ihren Lauf und brachte eine sagenhafte Zeit von 01:18:29 ins Ziel. Mit dieser Leistung ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre Agegroup 18–24 gewinnt, zweitschnellste Agegrouperin überhaupt wird und auch noch eine schnellere Endzeit hat als einige Profi-Frauen. Auch mein abschließender Lauf lief deutlich besser als erwartet und ich konnte meine bisherige Halbmarathon Bestzeit von 1:43 auf 01:36 verbessern. Diesen enormen Leistungssprung kann ich ganz klar auf das Training bei Kickass Sports zurückführen. Vor allem die Arbeit an der Lauftechnik hat sich bezahlt gemacht. Am Ende steht bei mir ein 7. Platz in der AK 25–29 in der Ergebnisliste und ein 14. Platz unter allen Agegroup Frauen. 

Was für ein toller Tag in St. Pölten!

Next stop: Challenge Walchsee

Von der Euphorie gepackt, meldeten wir uns beiden kurzerhand für das nächste Challenge-Rennen an. Genau vier Wochen nach St. Pölten fand nämlich die Challenge Kaiserwinkl-Walchsee statt. 

Die Bedingungen der beiden Rennen hätten unterschiedlicher kaum sein können: 30 Grad Außentemperatur, 23 Grad Wassertemperatur. Eine Runde schwimmen im glasklaren Walchsee, zwei Runden Radfahren auf einer der schönsten Strecken im Triathlon mit vielen schmalen Straßen und mit einigen Höhenmetern gespickt. Auch die Laufstrecke unterscheidet sich stark vom Kurs in St. Pölten: Vier Runden, häufig wechselnder Untergrund, zwei Anstiege pro Runde. Definitiv keine schnelle Strecke, aber eine verdammt schöne. 

Da bei dieser Mitteldistanz auch die ETU Europameisterschaften ausgetragen wurden, gab es viele verschiedene Startgruppen. Los ging es mit dem Profifeld der Herren und Damen um 08:30 Uhr, danach folgten die Teilnehmer der Altersklassen EM auf der Mitteldistanz und des Aquabike Wettbewerbs. Erst danach durften die Teilnehmer der offenen Wertung ins Wasser. Etwas fragwürdig, warum zuerst alle Herren starten durften und erst nach einer kurzen Pause alle Damen. Die Einteilung nach Leistungsstärke wäre unserer Meinung nach sinnvoller gewesen. Die Uhr zeigte mittlerweile schon fast 10 Uhr an und die Sonne brannte immer mehr vom Himmel. Bereits nach 10 Metern schwimmen mussten die ersten Brustschwimmer überholt werden und die Schwimmstrecke entwickelte sich zu einem Slalom Parcours. Dani und ich erwischten beide einen relativ guten Tag im Wasser und konnten nach 30:24 min (Fia) und 33:51 min (Dani) auf unsere Zeitfahrräder springen. Der technisch anspruchsvolle Radkurs mit vielen kleinen Anstiegen lag uns beiden optimal und wir konnten viele, der vor uns gestarteten Männer einholen ☺. Dani arbeitete sich auf den zweiten Platz ihrer Altersklasse vor und ich lag weiterhin auf einem guten dritten Platz.

KickAss Women, Challenge Walchsee, Triathlon

Dani

KickAss Women, Challenge Walchsee, Triathlon

Fia    © Niko Malleczek

Keine Gnade beim Halbmarathon

160 Höhenmeter galt es auf den abschließenden 21,1 km zu bewältigen und zudem spendete die Strecke kaum ein Fleckchen Schatten. All das hat Dani aber nicht daran gehindert wieder eine spitzen Laufleistungen zu zeigen und verwies mit ihrem Split von 01:23:23 all ihre Konkurrentinnen in die Schranken. Die Endzeit von 04:22:31 bedeutete.

  • 1. Platz AK 18–24
  • 1. Platz Agegroup Overall

Bei mir entwickelte sich der abschließende Halbmarathon noch zu einem echten Duell. Ich ging nach dem Radfahren auf Platz 3 liegend auf die Laufstrecke. Dort wurde ich in der dritten von vier Runden von einer Mitstreiterin eindrucksvoll überholt. Ich bin stolz, dass ich den Kopf nicht in den Sand gesteckt habe und weiterhin versucht habe, mein Tempo zu halten. Dafür wurde ich dann 2 km vor dem Ziel belohnt. An der Startnummer konnte ich erkennen, dass vor mir die aktuell Drittplatzierte läuft. Ich bündelte also noch mal alle Kräfte und zog an der Italienerin am letzten Anstieg des Tages vorbei. 

Im Ziel konnte ich mich über eine Halbmarathon-Zeit von 01:40:11 Std. und einen 3. Platz in der AK 25–29 freuen. Die Endzeit betrug 04:42:40 Std.

What’s next?

Mit ordentlichem Rückenwind gehen wir in die Vorbereitungen für die nächsten Rennen. 

Bei Dani stehen auf dem Plan:

  • Challenge WM in Samorin im August
  • Ironman 70.3 WM in Utah im September

Bei mir steht erst mal ein kleines Trainingslager in St. Moritz an, bevor ich bei meinem Heimrennen, dem Rothsee Triathlon, das Podest angreifen will. 

Bis dahin, 

eure KickAss Women

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