Motivation – wie halte ich sie hoch?

Zu diesem Zeitpunkt in der Saison wäre im Normalfall das erste Trainingslager irgendwo im Süden bereits Geschichte und ich würde mich wahrscheinlich auf der Zielgeraden zum ersten Rennen der Saison befinden. Wie gerne würde ich euch mit auf die Reise zu meinem ersten Wettkampf nehmen, seit mittlerweile einem guten Jahr ist jedoch alles anders. Da fragt man sich doch manchmal…für was mache ich das hier alles noch?

16. April 2021

KickAss Sports, KickAss Squad, Dani

Und genau darüber möchte ich euch in diesem Blog berichten:

Wie halte ich meine Motivation hoch, obwohl in naher Zukunft kein Wettkampf in Sicht ist. 

Wie ihr bereits in meinem letzten Blog lesen konntet, trainiere ich „erst“ seit Mitte Dezember bei KickAss Sports. Im letzten Jahr habe ich sehr hohe Umfänge im Trainingsalltag gehabt, die hauptsächlich aus Laufen und Radfahren bestanden. Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich kurz vor dem Trainer-Wechsel ein riesiges Motivations-Loch und habe das hinterfragt. Das ist immer gut, wenn die Motivation nach einer Pause nicht wieder steigt. Ich kann euch nur empfehlen: Nehmt euch Zeit und redet mit Menschen aus euerem Umfeld darüber. 

Für mich kam mit dem Trainer-Wechsel etwas Neues, Spannendes. Neue Einflüsse, Einheiten und eine große Vielfalt an Sportarten machten das Training für mich interessanter und damit leichter umzusetzen. Ich bin generell ein sehr trainings-fleißiger Mensch und muss mich nicht dazu zwingen meine Sport-Klamotten anzuziehen und loszulegen. Doch durch die vielen neuen Aufgaben, die im neuen Trainingsplan auf mich zukamen, hatte ich den Spaß am Training wiedergefunden. 

Scheitern kann auch motivierend wirken….

Mittlerweile trainiere ich schon gut 3 Monate in dem neuen Team, man könnte meinen die Einheiten wären mittlerweile zur Routine geworden. Doch halt! So ist das nicht…ich habe jede Woche neue Herausforderungen und wachse daran. Ich musste lernen, eine Einheit auch mal abzubrechen und an meine Leistungs-Grenze zu gehen. Das ist am Anfang schwer zu akzeptieren, gerade wenn man so ein ehrgeiziger Mensch ist wie ich. Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Man möchte doch eigentlich jede Einheit perfekt absolvieren. Mein Tipp: Aufstehen, Krone richten und beim nächsten Mal umso besser abliefern. 

Genau sowas gibt mir einen Motivationsschub. Hat man nämlich die Einheit, die nicht funktioniert hat, beim nächsten Mal geschafft, löst das doch bei jedem von uns ein kleines Glücksgefühl aus.

Abwechslung für den Kopf…

Nicht nur harte Einheiten sind in meinem Trainingsplan neu und herausfordernd. Besonders schön finde ich, dass ich Dinge wie Skitouren gehen oder Traillaufen mit einbauen kann bzw. darf. Dank meinem Trainer, wird mein Trainingsplan dann spontan angepasst und ich kann loslegen. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Berge liebe und dass solche Einheiten für mich weniger Training bedeuten. Viel mehr bedeuten sie Freiheit, Spaß und pure Glücksgefühle. Damit erreiche ich einen Trainingseffekt für meinen Körper und gleichzeitig eine Regeneration für meinen Kopf, der die absolvierte Einheit nicht als Training abspeichert. In diesen Momenten ist der nämlich einfach im OFF-Modus und genießt.

Regeneration… ist das nicht langweilig und wirklich so wichtig? 

Bis vor Kurzem dachte ich nicht, dass Ruhe einen so großen Einfluss auf das Training, die Leistung, aber auch die Motivation hat. Mittlerweile hat diese einen entscheidenden Anteil in meinem Trainingsalltag. Meine Woche ist nicht vollgestopft mit Trainingseinheiten, ganz im Gegenteil: Ich habe auch mal Zeit für mich und für die Erholung. Ich kann euch nur sagen: Die Leistung geht stetig nach oben, seitdem ich meinem Körper auch mal Ruhe gönne. (Mehr dazu gibt es im Blog-Beitrag) Wer hätte gedacht, dass ich einmal regelmäßig Yoga mache 😊!

Das Geheimrezept

Ich glaube nicht, dass es ein einziges Geheimrezept gibt, um die Motivation konstant oben zu halten. Vielmehr kann sich jeder aus den verschiedenen „Zutaten“ sein eigenes zusammenstellen. Denn wie in allen Bereichen sind wir doch alle individuell.

Mit Hilfe des neuen Teams habe ich meins, denk ich, gefunden: Ihr merkt, bei mir kommt durch eine hohe Abwechslung im Training keine Langeweile auf. Ich freue mich jeden Tag auf mein Training, die harten Einheiten und die ruhigen. Ich kann euch also nur empfehlen, eine hohe Variabilität an Einheiten in euer Training einzubringen und euch nicht nur auf das Schwimmen, Radeln und Laufen zu fokussieren. Habt ihr das Gefühl es wird langweilig, sprecht darüber, bevor es zu spät ist.

Sollte doch einmal die Motivation sinken, halte ich mir mein großes Ziel vor Augen: Die Profi-Lizenz wartet auf mich, sollte also ein Rennen ausgerichtet werden, bin ich jederzeit bereit. Meist reicht ein einziger Gedanke daran!! Vielleicht habt ihr auch ein Ziel, das euch motiviert?!

Wer weiß… vielleicht ist das erste Rennen viel näher als wir denken… 😊

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